Montag, 25. September 2017 - 06:10:06 Uhr

SCSI oder E-IDE?

Lohnt SCSI denn überhaupt noch oder reicht E-IDE auch aus? Vor ein paar Jahren war es für Musikcomputer die Grundregel, daß SCSI-Komponenten in einen sehr guten Rechner hinein gehören. IDE machte (manchmal bis öfters) paar Zicken und war auch nicht gerade sehr flott. Demnach war in jedem anspruchsvollen Musikcomputer ein Adaptec UW-Controller (später auch U2W) samt Festplatte verbaut. Mit der Zeit holte E-IDE aber immer mehr bei der Leistung auf und machte selten noch Probleme. Gleichzeitig wurden SCSI-Platten immer teurer. Dagegen wurden Brenner langsam bezahlbar. Hier gab es zu Anfangs deutliche Unterschiede zwischen SCSI- und IDE-Brennern. SCSI-Brenner gehörten einfach in einen (semi)professionellen Musikcomputer hinein. Da die SCSI-Brenner sowieso nur eine geringe Datentransferrate hatten, gab es eigentlich keinen Grund, weswegen man den Brenner an einen ultra-schnellen U2W-Controller hängen musste. Ein einfacher (billiger) Fast-SCSI-Controller reichte auch.

Wie sieht's nun aktuell aus? Sicherlich, U160/U320-SCSI ist wirklich sehr schnell (bis 160 bzw. 320MB/sek.). ABER, diese Performance ist exorbitant teurer und außerdem drehen die meisten aktuellen Platten mit 10 oder sogar 15 Tsd. U/min, das auch nicht unbedingt der Lautstärkenentwicklung förderlich ist. SCSI-Platten werden allerdings immer noch gebraucht - aber eher im Server-Bereich. Die aktuellen IDE/SATA-Platten reichen sehr gut für 128 Spuren Mono bei 24 Bit/44kHz und mehr aus. Wer wirklich mehr Spuren braucht, für den ist ein IDE/SATA-RAID eine sehr interessante Lösung. Zum recht günstigen Preis läßt sich ein Array aufbauen, das im Preis/Leistungsverhältnis deutlich besser als SCSI abschneidet, zumal oftmals RAID-Controller schon als onboard-Komponenten auf Mainboards integriert sind. Mit 2 Festplatten im Array läßt sich eine Steigerung der Übertragungsrate von ca. 40% erzielen. Damit kommt man schon ungefähr an den Wert heran, den U-DMA/100-Controller praktisch ermöglichen. Vorteil vom RAID ist zwar die höhere Übertragungsrate, allerdings wenn eine Festplatte ausfällt, sind alle Daten verloren. Und bei den Brennern? Da haben IDE-Laufwerke gegenüber den SCSI-Modellen keine Nachteile mehr. Einige renommierte Brenner-Produzenten (bspw. Plextor, Teac, etc. ) bieten keine neuen Brenner mehr mit SCSI-Schnittstelle an. Auch bei DVD und CD-ROM ist die Auswahl an SCSI-Modellen in der letzten Zeit drastisch zurück gegangen. Es ist auch nicht abzusehen, daß SCSI in diesem Bereich jemals wieder diese Bedeutung erlangt.


Und SCSI ist nun gar nicht mehr zu empfehlen? Es gibt noch einen Spezialfall, der für Musiker interessant ist. Wenn ein SCSI-Sampler mit dem PC verbunden ist, kann der SCSI-Sampler auch auf die PC-internen SCSI-Laufwerke (nicht auf die IDE-Komponenten!) zugreifen. Man muß nur aufpassen, daß nicht Sampler und PC ein Laufwerk gleichzeitig benutzen wollen. Das hat mit Win98/SE/Me recht gut funktioniert. Leider geht das aber unter WinXP nicht mehr, da dieses Betriebssystem ganz allein die Kontrolle über die Laufwerke hat und man nicht mehr "am Betriebssystem vorbei" auf die Laufwerke zugreifen kann. Wer diese Funktionalität braucht, sollte sich lieber einen alten SCSI-PC aufheben und daran den Sampler anschließen. Neue Musikcomputer mit Win98/SE/Me betreiben zu wollen, ist vollkommen sinnlos, diese alten Betriebssysteme mit neuer Hardware nicht mehr ordentlich harmonieren.


Unsere Kunden:

Ich bin mit dem PC sehr zu frieden. Das Gehäuse macht einen sehr guten Eindruck. Die Geräuschentwicklung ist ein riesen Fortschritt gegenüber meinem alten Rechner. Allein dafür hat sich der Kauf schon fast gelohnt. Alles wirkt sehr aufgeräumt und gut konfiguriert. Der Servie "drumherum" (z.B: die Boot-CD mit dem Image-Tool) stimmt auch. Also: Kompliment an euch!

Andreas Dreckmann, Mühlheim a.d.Ruhr