Donnerstag, 17. August 2017 - 03:46:28 Uhr

Geräuschreduzierung mit lüfterlosen Komponenten?

Jeder Musiker möchte gern einen sehr leisen Musikcomputer. Nun, was verursacht hauptsächlich Lärm? Die Lüfter. Warum die nicht einfach weg lassen und lieber Komponenten mit großen Kühlkörpern passiv kühlen? Eigentlich eine gute Idee, mag man meinen. Wir sind damit auch einverstanden, wenn es sich um Chipsatzkühler und Grafikkartenkühler handelt - da ist so was sogar empfehlenswert. Der Chipsatz befindet sich auf dem Mainboard und entlastet den Prozessor von Standardaufgaben und da er auch heiß wird, muß er gekühlt werden. Toll sind Mainboards, dessen Chipsatz passiv gekühlt wird, also nur ein (großer) Kühlkörper verbaut ist und kein Lüfter. Diese Mainboards werden aber in Zukunft wohl immer weniger vorkommen, da auch Chipsätze immer mehr leisten müssen. Ähnlich sieht es bei Grafikkarten aus. Noch haben wir Musiker Glück, ATI’s Radeon 7000 Chip muß nur passiv gekühlt werden. Er kommt sehr oft zum Einsatz, wenn nur 1 Monitor an den PC angeschlossen werden soll. Bei 2 Monitoren gibt es die Matrox G550DH, die sehr viele Musiker einsetzen und ebenfalls keinen Aktivkühler benötigt.

Warum nicht auch die anderen Komponenten ebenfalls passiv kühlen? Das Netzteil beispielsweise. In der Tat gibt es Netzteile ohne Lüfter, die statt dessen einen großen Kühlkörper verbaut haben. Wir sind davon nicht begeistert. Das Netzteil mit seinem Lüfter ist auch dafür da, die Wärme aus dem Inneren des PC abzuführen. Ohne Netzteillüfter bleibt die Wärme aber im Computer und das wiederum ist nicht gut für paar Bauteile, die auf dem Mainboard verbaut sind - speziell die Elektrolytkondensatoren. Diese Bauteile sind nur für eine bestimmte Betriebstemperatur ausgelegt und geringfügig höhere Umgebungstemperatur verkürzt die Lebensdauer schon beträchtlich. Leider ist der Kostendruck bei den Mainboardherstellern recht groß und einige Anbieter verbauen dann qualitativ schlechtere Elektronikbauteile. Durch höhere als die spezifizierten Umgebungstemperaturen wird das System schnell instabil und außerdem verkürzt sich die Lebensdauer des Mainboards. Auch Passivkühler für Prozessoren sind unserer Meinung nach nicht zu empfehlen. Aktuelle Prozessoren werden um ein mehrfaches heißer, als die Kochplatte in der Küche (auf die mm² gerechnet). Diese Wärme muß weg! Es mag vielleicht sein, dass bei geringer CPU-Belastung wie Briefe schreiben oder im Internet surfen, die CPU nicht so heiß wird und daher von einem Passivkühler ausreichend gekühlt wird. Aber Musiksoftware ist recht leistungshungrig und beschäftigt ständig den Prozessor. Nach einiger Zeit glüht dann fast der Kühler. Das kann auf Dauer sicherlich nicht gut sein.


Wir bevorzugen lieber eine ordentliche Kühlung, auch wenn man geringfügig mehr Lärm in Kauf nehmen müsste. Man kann ja sehr leise Lüfter einbauen, wie beispielsweise von Papst, Verax oder preisgünstiger von Arctic Cooling. Oder lässt die Lüfter etwas langsamer drehen. Optimale Kühlung erreichen wir in unseren 19“- und Chieftec-Gehäusen. Beim 19“-Gehäuse ist an der Front ein 12cm Gehäuselüfter verbaut, der sehr leise ist. Er bläst ständig Frischluft in den PC. Clevererweise sind hinter dem Lüfter die Festplatten eingebaut. Es ist fast unglaublich, wie kühl Festplatten im laufenden Betrieb sein können. Das wiederum kommt unmittelbar der Lebensdauer derselben zu Gute. So ähnlich ist das auch bei den Chieftec-Gehäusen. Man kann dort einen 8cm-Lüfter einbauen, der Frischluft über die HDs bläst. Wem schon mal eine Festplatte kaputt gegangen ist, weiß wie viel Ärger das ist, selbst wenn man glücklicherweise aktuelle BackUps zur Hand haben sollte.


Unsere Kunden:

Endlich habe ich mal die Gelegenheit mich für Eure Superberatung und natürlich auch für den Traumrechner zu bedanken. Das Gerät läuft und läuft und läuft... alles funktioniert wie am ersten Tag, trotz täglichem Studioeinsatzes. DAS liegt an der perfekten Beratung im Vorfeld des Kaufes. EINFACH KLASSE!

Andreas Agthe, Brake-Unterweser