Donnerstag, 17. August 2017 - 03:50:09 Uhr

Pepperbox-Notebook

Wir haben uns dazu entschlossen, keine sogenannten "Markennotebooks" mehr anzubieten, sondern besser Notebooks selbst zu bauen. Unsere Ansprüche, wie ein gutes Audionotebook aufgebaut sein muss und was es leisten muss, können anscheinend nur Top-Notebooks ab 2.500 EUR erfüllen, was sicherlich für viele Musiker zu teuer ist. Bei Mittelklasse-Notebooks muss man zu viele Abstriche machen, was allerdings zu sehr auf Kosten der Performance geht.

Die sogenannten "Markenhersteller" sind schon längst keine Hersteller mehr, sondern in Wirklichkeit bauen Firmen wie Quanta, Compal, Wistron, Clevo, Uniwill etc. in Taiwan bzw. China die Notebooks. DAS sind die weltweit größten Notebookhersteller. Die bekannten Notebook-Firmen lassen ihre Modelle auch dort bauen, können aber durch entsprechende Bestellvolumina Design und Ausstattung bestimmen. Die "Markenhersteller" sind eigentlich nur noch "Markennamengeber" - sie nutzen ihre Vertriebskanäle, machen Werbung (was richtig viel Geld kostet und durch den Kunden bezahlt werden muss) und kümmern sich um den Support. Wer glaubt, ein bekannter Markenname, steht für guten Support, der irrt. Unsere Erfahrung zeigt, dass auch Standard-Garantiereparaturen (Mainboard tauschen), bei Markennotebooks auch mal 3 Monate dauern kann. Außerdem versuchen die "Markenhersteller" nach Ende der Garantiezeit noch mal ordentlich Geld zu verdienen. Da werden vollkommen überzogene pauschale Reparaturpreise für kleine Ersatzteile (Scharniere, Kabel, Sonderschrauben, etc.) verlangt oder viel mehr Komponenten ausgetauscht, als eigentlich nötig wären. Auch wenn nur ein kleines Bauteil auf dem Mainboard defekt wäre, was man von einer Fachwerkstatt für 50 EUR repariert bekommt, kann man sicher sein, dass bei einem "Markenhersteller" das komplette Board getauscht und dafür mindestens 500 EUR berechnet werden. Diese Kosten kann man beim Kauf des Notebooks nicht sehen. Sicherlich wird auch lange nicht jedes Notebook zum Reparaturfall. Wen es aber betrifft, wird schnell merken, dass heutzutage mit Service Geld verdient wird.

Uns gefällt auch nicht an den "Markennotebooks", dass es diese nur in Fixkonfigurationen gibt. Der Hersteller entscheidet dann, welche Festplatte, Brenner, Betriebssystem, etc. verbaut werden. Ein Mittelklasse-Notebook wird bspw. immer auch nur eine Mittelklasse-Festplatte verbaut haben. Und das ist ein Punkt, der für Musiker inakzeptabel ist. Die aktuell schnellsten Notebook-Festplatten (Hitachi 7200Umin bei 8MB Cache und Toshiba 5400Umin bei 16 MB Cache) schaffen gerade mal 60% der Performance einer Desktop-Festplatte. Die Wiedergabe von Audiospuren und der Einsatz von VST-Instrumenten, die mit Festplattenstreamingtechnik arbeiten, verlangen aber eine sehr hohe Festplattenperformance. In Desktop-Modellen verbauen wir dafür sehr häufig sogar 2 Festplatten. Als Musiker braucht man einfach schnelle Festplatten. Die nächste Festplattengeneration (Hitachi 5400Umin bei 8MB Cache) ist noch mal 25% langsamer als die Top-Notebookplatten. Wir haben uns den Test von Platten mit 4200Umin gespart. ;-) Auch die Geräuschentwicklung spricht nicht gegen die 7200er Modelle. Notebook-Festplatten sind fast unhörbar leise.

Dann werden die Käufer von "Markennotebooks" regelmäßig beim RAM-Speicher getäuscht. Wenn ein "Markennotebook" ab Werk mit 512MB RAM ausgestattet ist, dann kann man fast sicher sein, dass 2x 256MB Module verbaut sind (Notebooks haben nur 2 RAM-Sockel). Wir sehen aktuell 512MB als Minimum für einen Musikcomputer an. Wer aufrüsten will, hat dann 2 Module übrig und sinnlos gekauft. Wir verbauen nur 512MB- und 1024MB-Module. Bei einem Ausbau mit 1GB RAM, kann dann jeder selbst entscheiden, ob er 1x 1024MB oder 2x 512MB verbaut haben möchte.

Durch die Fixkonfigurationen der "Markenhersteller" bekommt man in den seltensten Fällen genau die Konfiguration, die man haben möchte. Da steckt bspw. ein WLAN-Modul drin, obwohl man gar kein Funknetzwerk benötigt. Oder muss Windows XP PRO bezahlen, obwohl Windows XP Home vollkommen ausreichen würde. Oder man gar eine Lizenz von Windows XP übrig hat, weil man den alten PC ohne Betriebssystem weiter verkauft hat bzw. die Firma oder Schule noch genügend Windows XP Lizenzen übrig hat. Oder jemand benötigt die größte/schnellste Festplatte, braucht aber nur einen „kleinen“ Prozessor oder umgekehrt. Man muss bei den Fixkonfigurationen daher immer Kompromisse eingehen und kauft Sachen, die man nicht braucht oder bekommt Technik, die den Ansprüchen nicht gewachsen ist.

Nur, dass man ein "Markennotebook" kauft, kann man trotzdem nicht sicher sein, dass man damit auch Musik machen kann. Es gibt viele Einsteiger- und Mittelklassemodelle, die fürs Musik machen gar nicht tauglich sind. Auch bei Notebook-Barbones gibt es sehr viele Modelle am Markt, die für Musiker nicht tauglich sind. Wir testen daher unsere Notebooks mit Musiksoft- und Audiohardware vorher genau, bis wir diese anbieten. Nur weil ein Notebook besonders chic ist, sagt das noch lange nichts über die Musiktauglichkeit aus. Man kann auch die Performance von Notebooks überhaupt nicht anhand des verbauten Prozessors beurteilen. Es ist für einen Hersteller überhaupt kein Problem, in einem Notebook einen 2,5GHz Desktop-Prozessor zu verbauen (Aldi-Notebook), der nicht mal auf die halbe Performance eines Centrino-Systems mit 1,8GHz kommt. Die 4200er Platte im Aldi-Notebook hat natürlich auch ihren Anteil an der miserablen Performance. Man fragt sich, wie manche Redakteure so was als gut befinden können...

Wir bieten Top-Notebooks mit großen Display zum Mittelklasse-Preis. Viele Musiker wollen an einem Desktop-Rechner 2 oder mehr Monitore anschließen. Kleine Notebooks mit einer Auflösung von 1024x768 Pixel machen in unseren Augen keinen Sinn, denn diese Auflösung ist die Mindestanforderung vieler Sequenzer. Bei Cubase SX kann man so noch nicht einmal alle Symbole der Symbolleiste sehen. Leider kosten Notebooks mit größeren Displays etwas mehr, aber lieber auf 0,1GHz beim Prozessor verzichten, als beim Display sparen.

Unsere Pepperbox-Notebooks sind nicht nur bei uns erhältlich. Wenn Sie auf einen Service vor Ort Wert legen, dann können Sie unsere Pepperbox-Notebooks auch beim Musikfachhändler ihres Vertrauens erwerben. Wir beliefern auch andere Musikfachhändler. Von uns können Sie zeitlich unbegrenzten kostenlosen Support erwarten und wir installieren ihren vorhandenen Sequenzer und Audiokarte und testen das System damit. Das gehört bei uns zum Service.

Zum Pepperbox Notebook-Konfigurator...


Unsere Kunden:

Hey musikcomputer.de, bei euch gibts richtig gute und nette Beratung und die Preise stimmen auch. Sehr schön, dass es diesen Service gibt.

Philipp Welker, Jena